Ambulante und stationäre Krampfaderoperationen in mikrochirurgischer Technik

Durch Weiterentwicklung des Operationsinstrumentariums und der Operationstechnik ist man heute in der Lage, Krampfadern schonend und komplikationsarm zu operieren. Dadurch können viele Krampfaderoperationen ambulant durchgeführt werden. Je nach Ausprägung und den Begleiterkrankungen ist manchmal jedoch eine stationäre Behandlung für 2-3 Tage erforderlich und sinnvoll.

Die klassische Krampfaderoperation ist das sogenannte Strippingverfahren. Hierbei wird eine Sonde über einen kleinen Leistenschnitt in die Hauptkrampfadervene eingeführt und im Bereich des Unterschenkels ausgeleitet. Anschließend wird die Sonde zusammen mit der gesamten Krampfadervene gezogen (gestrippt). In gleicher Sitzung werden noch erkrankte Seitenäste durch kleinste Hauteinstiche (Miniphlebektomietechnik) entfernt.

In der Regel wird von der Leiste aus eine Drainage in den Strippingkanal eingelegt.
Das Bein wird bis zum ersten Verbandswechsel nach 1- 2 Tagen gewickelt und anschließend mit einem Kompressionstrumpf für 4 Wochen versorgt. Der Kompressionsstrumpf sollte die ersten
5 Tage auch über Nacht getragen werden.

Die Fädenentfernung erfolgt am 4. und 8. Tag nach der Operation.
Da das Thrombose- (Blutgerinnsel im tiefen Beinvenensystem) und Embolierisiko (Verschleppung von Gerinnsel in die Lunge) bei Beinoperationen im Vergleich zu anderen Operationen leicht erhöht ist, verordnen wir eine Heparintherapie über Bauchspritzen für 10 Tage.
Das Operationsverfahren ist sehr komplikationsarm, das kosmetische Ergebnis und Langzeitergebnis sehr gut. Für die Operation typische oberflächliche Hämatome bilden sich vollständig zurück.

Bei korrekt durchgeführter Operation sind Wiedereingriffe sehr selten.
Ziel der Operation ist die Symptome und Komplikationen der Krampfadererkrankung zu behandeln.
Da die Bildung von Krampfadern erblich ist und im eigentliche Sinne nicht heilbar ist, können sich an anderer Stelle wieder Krampfadern entwickeln. Diese sind aber in der Regel ohne Krankheitswert und oft nur ein kosmetisches Problem, das durch eine Verödungstherapie gut zugänglich ist.

Der individuelle Behandlungsplan des Patienten wird in einem Beratungsgespräch erstellt. Die benötigten Rezepte (Kompressionsbinden, Strümpfe, Thrombosespritzen) ausgestellt und der OP- Termin und die Nachbehandlungstermine festgelegt. Vor, während und nach der Operation ist stets eine intensive Betreuung durch das Praxisteam gewährleistet. Neben der Praxisnummer erhält der Patient auch eine Telefonnummer unter der der Operateur jederzeit erreichbar ist.

Wichtig ist, dass sich der Patient vor, während und nach der Operation gut aufgehoben und sicher fühlt.

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