Halsstraffung – wie wird sie durchgeführt?

Manchmal ist eine Erschlaffung der Haut auch nur auf bestimmte Partien begrenzt. Beispielsweise eine auffallend starke Faltenbildung im Bereich des Halses. In diesem Fall wird kein Facelift, sondern nur eine Halsstraffung durchgeführt. Es gibt dabei – je nach Befund – zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

1. Die Fettabsaugung

Bis zu einem gewissen Erschlaffungsgrad der Haut reicht es aus das darunter liegende Fettgewebe abzusaugen. Durch das oberflächliche Absaugen kommt es zu einer Retraction (Zusammenziehen der Haut). Hängt die Haut deutlich durch (Truthahnhals) muss auf jeden Fall auch Haut entfernt werden.

2. Die Halsstraffung

Bei einer Halsstraffung wird die erschlaffte Haut im Bereich des Halses entfernt. In diesem Fall gibt es zwei unterschiedliche Schnittführungen:

  • unter dem Kinn
    Dabei werden eventuelle Fettzellen entfernt, die Haut und die Muskulatur mit kleinen, sehr feinen Stichen gestrafft. Die Narben sind nach der Wundheilung normalerweise kaum sichtbar.
  • oder hinter dem Ohr
    Dabei wird, ähnlich wie beim Facelift, die Halsmuskulatur nach oben fixiert und der Hals gestrafft. Grundsätzlich gilt jedoch, dass wir Sie zu all diesen Maßnahmen ausführlich beraten. Ausgehend von Ihren individuellen Vorstellungen „verordnen“ wir nicht einfach eine Halsstraffung, sondern erklären Ihnen, wie Sie für sich das beste Ergebnis erreichen. Dieses Beratungsgespräch ist kostenlos.

Halsstraffung

OP-Dauer

Je nach Behandlungsziel und Technik dauert der Eingriff zwischen ein und zwei Stunden. Zusätzliche Maßnahmen verlängern die Behandlungsdauer entsprechend.

Narkose

Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Dabei werden Hals und Kinn durch Einspritzen eines schmerzstillenden Medikamentes betäubt. Ergänzend wird häufig eine beruhigend wirkende Substanz verabreicht. Diese soll die Aufregung und Angst vor der Operation nehmen. Manchmal wird unter Allgemeinnarkose (Vollnarkose) behandelt, die einen künstlichen Schlaf herbeiführt. Diese Form der Betäubung bedarf eines Anästhesisten.

Halsstraffung – gibt es Risiken?

Jeder operative Eingriff ist mit Risiken verbunden. Wie hoch diese Risiken sind, hängt vom persönlichen Gesundheitszustand, von Art und Umfang des Eingriffs, sowie diverser anderer Faktoren ab. Darüber klären wir Sie vor dem Eingriff umfassend auf. Es kann sogar sein, dass wir Ihnen von einem Eingriff abraten. In einem solchen Fall werden wir an Ihnen keine Halsstraffung durchführen, sondern mit Ihnen alternative Möglichkeiten besprechen.

  • Allgemeine Operationsrisiken sind beispielsweise das Auftreten einer Wundheilungsstörung oder einer Infektion.
  • Ebenfalls können Nachblutungen auftreten, die aber nur in wenigen Fällen zu einem operativen Eingreifen zwingen. In Einzelfällen können Hämatome (= Blutansammlungen unter der Haut) auftreten, die anschließend entfernt werden müssen.
  • Verletzungen wichtiger anatomischer Strukturen, wie z.B. des Gesichtsnerven (Nervus facialis) mit gewöhnlich vorübergehendem Ausfall der mimischen Muskulatur sowie Durchblutungsstörungen der Haut (häufiger bei Rauchern), sind möglich, aber selten.

Halstraffung – was muss man vorher beachten?

  • Zwei Wochen vor der Operation sollten Sie bitte keine gerinnungshemmenden Medikamente (Aspirin oder acetylsalicylhaltige Mittel) einnehmen.
  • Ebenfalls sollten Sie mindestens für zwei Wochen vor der Operation auf Sonnen- und Solariumbestrahlung (v.a. im Gesicht und im Dekolletee-Bereich) verzichten.
  • Falls Sie vorhaben, eine Diät zu machen, sollten Sie den Eingriff bis nach der Gewichtreduzierung verschieben, da Sie mit höchster Wahrscheinlichkeit auch im Gesicht, am Kinn und am Hals abnehmen werden.

Halsstraffung – was muss man danach beachten?

  • Stellen Sie sich darauf ein, dass eine Halsstraffung einer längeren Heilungsphase bedarf. In der Regel sind zwar die auffälligsten Schwellungen bereits nach 12 – 24 Stunden abgeklungen und auch die blauen Flecke verschwinden nach spätestens 2 Wochen
  • das eigentliche Ergebnis wird aber erst nach einigen Wochen zu sehen sein, wenn tatsächlich alle Schwellungen abgeklungen sind.
  • Eine Halsstraffung ist ein nicht unerheblicher Eingriff. Aus diesem Grund sollten Sie 1 – 2 Tage unter ärztlicher Beobachtung bleiben.
  • Sie sollten sechs Monate auf Sonnenbaden verzichten.

Wie lange hält der Effekt an?

Das hängt stark vom Einzelfall ab. Von den genetischen Voraussetzungen, dem Alter, dem persönlichen Lebensstil, der angewandten Technik und vielem mehr. Erfahrungsgemäß bleibt der Effekt über 5 – 10 Jahre erhalten.

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