Etwa 16 Millionen Menschen in Deutschland sind schwerhörig. Von diesen 16 Millionen Menschen müssten eigentlich 14 Millionen ein Hörgerät tragen, tatsächlich tun dies aber nur 2 Millionen.

Und das kann fatale Folgen haben.

Es ist die Kommunikation, die uns Menschen miteinander verbindet. Ein Schwerhöriger kann immer weniger an Unterhaltungen teilnehmen.

Die Folge: soziale Isolation.

Außerdem vergessen Schwerhörige immer mehr, wie sich manche Geräusche, ja selbst Sprache anhören. Wenn sie sich dann doch irgendwann zum Tragen eines Hörgerätes durchringen können, müssen sie selbst simple Geräusche, wie das Ticken einer Uhr, mühevoll neu erlernen.

Eine Hörminderung sollte daher niemals auf die leichte Schulter genommen werden! Suchen Sie rechtzeitig einen HNO-Arzt auf und lassen Sie Ihr Gehör überprüfen! Sollte es dann zu einer Hörgeräteverordnung kommen, lassen Sie sich fachmännisch von einem Hörgeräteakustiker beraten.

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Je früher, desto besser.

Und vergessen Sie alles, was Sie bis dato an „schlechten Dingen“ über Hörgeräte erfahren haben, das Computerzeitalter hat auch vor dem Ohr nicht Halt gemacht. Hörgeräte von heute haben nichts mehr mit den piependen und rauschenden Geräten früherer Generationen zu tun.

Hier eine Aufstellung der verschiedenen Modelle:

  • Im-Ohr-Geräte sind relativ klein, so dass sie quasi im Gehörgang „verschwinden“. Sie eignen sich bei leichten bis mittleren Hörverlusten.
  • Hinter-dem-Ohr-Geräte werden hinter dem Ohr getragen und stellen die Verbindung zum Ohr durch ein durchsichtiges Ohrpassstück her. Sie eignen sich auch bei schweren Hörproblemen.
  • Hörbrillen eignen sich für schwerhörige Brillenträger und sind ins Brillengestell eingebaut.
  • Richtmikrophone helfen extrem Schwerhörigen, einzelne Stimmen bei Hintergrundgeräuschen herauszufiltern. Das kann bei Reden auf größeren Veranstaltungen oder bei Konzerten sinnvoll sein.

Technische Unterschiede der einzelnen Geräte:

  • Einkanalgeräte ermöglichen nur die gleichmäßige Verstärkung aller Frequenzen.
  • Mehrkanalgeräte können je nach Hörproblem die verschiedenen Frequenzen individuell verstärken. Damit wird die Sprachverständigkeit bei ungünstigen Umgebungsgeräuschen optimiert.
  • Analoge Hörgeräte verstärken Töne und Geräusche ohne dabei bestimmte Störfrequenzen herauszufiltern.
  • Digital programmierbare Hörgeräte besitzen einen mikroskopisch kleinen Computerchip. Dieser ist so programmiert, dass er genau die Frequenzen verstärkt, die schlecht gehört werden.
  • Volldigitale Hörgeräte werden ebenfalls durch einen Computerchip gesteuert. Sie passen sich jedoch selbständig und flexibel an die jeweilige Umgebungssituation an, um beispielsweise Störgeräusche herauszufiltern und Sprache hervorzuheben.

Entscheidend bei der Auswahl des Gerätes ist der Grad der Schwerhörigkeit und Ihr persönlicher Anspruch.

Wir führen in unserer Praxis regelmäßige Hörberatungen durch. Bitte informieren Sie sich über unsere Termine.

Als Ursachen für Hörprobleme kommt vieles in Frage:

Im harmlosesten Fall kann ein Schmalzpfropf den Gehörgang verstopfen. Aber auch eine Mittelohrentzündung kann Ursache sein. Seltener ist eine angeborene Fehlbildung der Gehörknöchelchen schuld.

Doch während heutzutage das Tragen einer Sehhilfe, also einer Brille, völlig normal ist, muss sich so mancher zum Tragen eines Hörgerätes erheblich überwinden. Dabei sollte man gerade das Tragen einer Hörhilfe nicht allzu lange hinaus zögern. Wird nämlich der Hörnerv nicht regelmäßig beansprucht, kann er seine Leistungsfähigkeit verlieren. Ein zu spät angepasstes Hörgerät kann diesen Verlust nicht mehr aufholen.

Und Hörprobleme sind nicht nur eine „Alterserscheinung“. In Deutschland kommen drei von 1.000 Säuglingen mit einer gravierenden Hörstörung zur Welt. Zudem sind viele Babys mittelgradig oder leicht schwerhörig. Bleibt eine solche Hörstörung über Monate oder sogar Jahre unentdeckt, kann die gesamte Entwicklung des Kindes gestört sein. Eine mögliche Folge kann sein, dass diese Kinder nur eingeschränkt oder gar nicht sprechen lernen.

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Hörstörungen sind zum Teil angeboren. Aber auch Kinder, die mit einem gesunden Gehör geboren werden, können später Hörstörungen bis hin zur Taubheit entwickeln. Ursachen hierfür sind beispielsweise Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten oder Mumps.

Wichtig ist, dass diese Hörstörungen so früh wie möglich entdeckt und behandelt werden.

Wenn der Hals-Nasen-Ohrenarzt festgestellt hat, dass das Gehör geschädigt ist, wird er gegebenenfalls ein Hörgerät verordnen.

Ein Hörgeräteakustiker kann dann feststellen, welche Töne überhaupt nicht mehr oder schlechter gehört werden. Wir führen daher in unserer Praxis regelmäßige Hörberatungen durch.

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