Erkrankungen der Nase – Nasenbluten (Epistaxis)

Wenn die feinen Gefäße in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut verletzt werden, kommt es zu Nasenbluten. In der Regel ist dies harmlos und der Blutverlust minimal. Oft liegt ein Grund dafür vor, beispielsweise akute Infektionen, Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen.

Häufige Ursachen

  • Konstitutionell bei Kindern und Jugendlichen
  • Verletzung durch Sturz, Schlag auf die Nase etc.
  • Leichte Gefäßverletzung z.B. beim Naseputzen, Nasebohren
  • Trockene Nase, Heuschnupfen
  • Umwelteinflüsse wie Aufenthalt in großer Höhe, Austrocknung durch künstliche Raumklimatisierung, Medikamente z.B. Mittel zur Blutverdünnung
  • Bei akuten Infektionskrankheiten z.B. Grippe, Schnupfen
  • Gefäß- und Kreislaufkrankheiten wie Arteriosklerose und Bluthochdruck
  • Blutungskrankheiten und Gerinnungsstörungen
  • Hormonell bedingt z.B. während der Schwangerschaft

Was Sie tun können

  • Den Kopf nach vorne beugen und die Nasenflügel für einige Minuten zusammendrücken. Zusätzlich helfen kalte Umschläge auf den Nasenrücken und in den Nacken.
  • Blutung mit einer Kompresse abdecken, bzw. leicht tamponieren.

Wann Sie zum Arzt müssen

  • Wenn die Blutungen nach 20 Minuten nicht aufhören oder beidseitig sind, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Klinik aufsuchen.
  • Wenn Sie häufig ohne Grund Nasenbluten bekommen.
  • Wenn es nach einem Unfall aus der Nase blutet

Was der Arzt tun kann

  • Stoppen der Blutung durch eine Tamponade mit gefäßverengenden und / oder blutgerinnungsfördernden Mitteln.
  • Verödung der blutenden Gefäße (z.B. durch Unterspritzen, Ätzen oder Laseranwendung). In schweren Fällen ist eine operative Gefäßunterbindung notwendig.
  • Nach Ausmaß der Blutung sind blutstillende Medikamente und Maßnahmen zur Kreislaufstabilisation notwendig.
  • Behandlung der Grundkrankheiten.

Vorbeugung

  • Bei Schnupfen und Heuschnupfen Nase auch innen mit entzündungshemmenden, pflegenden Nasensalben oder -ölen behandeln.
  • Heftiges Schnäuzen und Nasenbohren vermeiden.
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