Ohrenkorrektur – für wen eignet sie sich?

Die Ohren sind schon in frühem Kindesalter, ab dem 6. Lebensjahr ausgewachsen und fertig geformt. Aber nicht alle Ohrmuscheln stehen im optimalen Winkel vom Schädel ab. Familiär bedingt treten so genannte Segelohren auf, die vor allem im Kindesalter Anlass für permanente Hänseleien bieten. Wer kennt nicht “Dumbo“, den kleinen fliegenden Elefanten?

Aber auch Erwachsene stören abstehende Ohren, die gerade bei kurzen Haaren besonders auffallen. Diesen kleinen Schönheitsfehler kann man mit einem postoperativ relativ schmerzfreien Eingriff, einer Anthelixplastik, beheben.

Ohrkorrektur – wie sieht die Technik aus?

Bei einer Anthelixplastik werden die abstehenden Ohren in den richtigen Winkel zum Kopf gebracht und gegebenenfalls die Ohrmuschelform korrigiert. Die Form des Ohrknorpels wird dabei durch die Entfernung einzelner Knorpelteilchen dauerhaft verändert.

Ohrenkorrektur

Ohrkorrektur – wie wird sie durchgeführt?

Der Schnitt erfolgt hinter dem Ohr und verheilt in der Regel innerhalb einer Woche.

OP-Dauer

Der Eingriff dauert je nach Aufwand etwa 60 Minuten. In den meisten Fällen ist kein stationärer Aufenthalt erforderlich.

Narkose

Der Eingriff erfolgt bei Kindern unter Allgemeinnarkose (Vollnarkose), die einen künstlichen Schlaf herbeiführt. Diese Form der Betäubung bedarf eines Anästhesisten. Bei Erwachsenen wird der Eingriff in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt. Dabei wird das Ohr durch Einspritzen eines schmerzstillenden Medikamentes betäubt. Ergänzend wird häufig eine beruhigend wirkende Substanz verabreicht. Diese soll die Aufregung und Angst vor der Operation nehmen.

Ohrkorrektur – was sollte man bedenken?

  • Bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten des Eingriffs. Allerdings muss vorab eine Kostenübernahme beantragt werden.
  • Zum Zeitpunkt des Eingriffs darf keine Infektion der Atemwege vorliegen.
  • Stellen Sie sich darauf ein, dass eine Ohrkorrektur einer längeren Heilungsphase bedarf. In der Regel sind zwar die auffälligsten Schwellungen nach wenigen Tagen abgeklungen und auch die blauen Flecke verschwinden nach spätestens 2 Wochen – das eigentliche Ergebnis wird aber erst nach einigen Wochen zu sehen sein, wenn tatsächlich alles gut verheilt ist.
  • Eine Ohrkorrektur stellt einen nicht unerheblichen Eingriff dar. Aus diesem Grund sollten Sie 1-2 Tage unter ärztlicher Beobachtung bleiben.

Ohrenkorrektur

Ohrkorrektur – gibt es Risiken?

  • Schwerere Komplikationen bei einer Ohrkorrektur sind sehr selten.
  • Trotzdem gibt es natürlich allgemeine Operationsrisiken, die je nach Umfang und Schwere des Eingriffs variieren. Dazu gehören zum Beispiel Wundheilungsstörung oder eine Infektion.
  • Schwellungen und Blutergüsse unterschiedlicher Ausprägung sind zu erwarten. Sie gehen aber meist nach wenigen Tagen wieder völlig zurück. Auch können Nachblutungen auftreten, die aber in den wenigsten Fällen zu einem operativen Eingreifen zwingen.
  • Ohrkorrektur – was muss man vorher beachten?
  • Vor der Operation müssen Sie ein kleines Blutbild und ein EKG erstellen lassen. Dieses können Sie bei uns durchführen lassen oder auch bei Ihrem Hausarzt. Der Befund muss uns zum OP Termin vorliegen und sollte nicht älter als 2 Wochen sein.
  • Zwei Wochen vor der Operation sollten Sie bitte keine gerinnungshemmenden Medikamente (Aspirin oder acetylsalicylhaltige Mittel) einnehmen.

Ohrkorrektur – was muss man danach beachten?

  • Sie müssen nach dem Eingriff für 2 Tage einen Ohrverband tragen und weitere 2 Wochen ein Stirnband.
  • Sie sollten mindestens 4 Wochen jegliche sportliche Aktivität vermeiden.
  • Für 3 Monate sollten Sie bitte nicht sonnenbaden, nicht ins Solarium oder in die Sauna gehen. Brillenträger sollten für 3 Monate Kontaktlinsen tragen.
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